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   schule - Schulen in Molschleben  

 
Schulen in Molschleben

Seit 1570 wurde in Molschleben Schulunterricht erteilt. 1657 errichtete die Gemeinde ein zweites Schulgebäude. Die ersten bekannten Schuldiener in Molschleben sind aus folgenden Jahren bekannt: 1570 Daniel Ölle, 1606 Johann Julius, 1628 Johann Fischer und 1641-1668 Johann Callenberg. Unter der Regierungszeit Ernst des Frommen, Herzog von Sachsen, Gotha und Altenburg (1640-1674), wurde im Herzogtum die allgemeine Schulpflicht eingeführt und der Unterricht qualitativ verbessert. Ernst der Fromme war ein sehr gebildeter und fortschrittlicher Mann und seiner Zeit weit voraus. Er war ein Förderer von Kunst, Wissenschaft und Bildung. 1908 wurde im Ort eine dritte Lehrkraft eingestellt. 1930 erhöhte sich das Lehrpersonal auf vier. Molschleben hatte zwei Schulen. Bei dem großen Brand im Jahre 1764 wurden beide Schulgebäude ein Opfer der Flammen.




Die obere Schule wurde1765 zweigeschossig wieder aufgebaut, dazu eine Scheune, Holzschuppen und Stall. Die untere Schule wurde ebenfalls 1765 neu errichtet. 1882 entstand ein neues Schulgebäude auf dem Lindenplatz. Die untere Schule wurde nun nicht mehr als Unterrichtsstätte benötigt und wurde Wohnraum für Lehrer. Molschlebens berühmtester Sohn, der begabte Kartenzeichner Johann Christoph Baer, der hier zur Schule ging schenkte seiner ehemaligen Schule 1838 eine Sonnenuhr. Diese ist bis heute am Gebäude erhalten geblieben. Hausfassade und Sonnenuhr erstrahlen jetzt in neuem Glanze. In den letzten Kriegsjahren des zweiten Weltkrieges konnte nur unregelmäßig unterrichtet werden. Die Lehrer waren meist als Soldaten eingezogen. Das Schulgebäude bei der Kirche wurde zur Unterkunft für vertriebene Deutsche aus den Ostgebieten. Unterricht wurde in der Schule auf dem Lindenplatz erteilt. Es standen nur zwei Klassenzimmer zur Verfügung. Unterrichtet wurde behelfsweise auch in der alten Kegelbahn auf dem Schenksplatz und in zwei Räumen der Gemeindeschenke.

1950 / 51 wurde in der Schule bei der Kirche wieder unterrichtet. 1965 wurde auf dem Schulhof der Schule vom Lindenplatz ein Brunnen gebohrt. 1984-85 wurden neue Toilettenanlagen und Waschräume gebaut. Am 28. Februar 1977 begann der Unterricht in der neuen Schule in der Friemarer Straße. 10 Klassen können hier unterrichtet werden. 1991 wurde die Schule eine staatliche Regelschule. Heute besuchen Schulkinder von Molschleben, Friemar, Eschenbergen, Tröchtelborn, Bienstädt und Zimmernsupra die neue Schule. Die obere Schule wurde nun nicht mehr für Unterrichtszwecke gebraucht. Die Klassenräume wurden 1977 für verschiedene Institutionen des Ortes ausgebaut. Die Post, die Bibliothek und das Dienstleistungskombinat (DLK) zogen in das Gebäude ein. Heute dient es als Wohnhaus .